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Slant

Slant

Autor:
Verlag: Heyne
Sprache: Deutsch
Genre: Science Fiction
Erschienen: 2001

MNB Bewertung: (0/5)
ISBN: 9783453170964
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Inhalt
Die Gesellschaft in Bears Slant gegen Ende des 21. Jahrhunderts ruht auf den zwei Säulen Datenfluss und psychotherapeutische Behandlung. Die Datenflussökonomie der kommenden sozialen Ordnung hat Ähnlichkeit mit ersten Ansätzen und Entwicklungen des Internets, ist technisch jedoch viel ausgereifter, mit statusbedingten Zugangsbeschränkungen. Außerhalb der virtuellen Realwelt des Datenflusses droht ein Großteil der Menschheit unter dem Druck der ständig steigenden Anforderungen zusammenzubrechen. Psychotherapie und überwachende Nanomonitore sorgen dafür, dass die Verlierer wieder angepasst und fit für die Gesellschaft werden. Trotz einer Welt, die in weiten Teilen der Erde nicht zuletzt dank perfekter Überwachung in Frieden lebt, gibt es Unzufriedenheit -- vor allem unter der Elite. Zunehmend eskalierende Ereignisse innerhalb der Gesellschaft gehören zu einem Plan, der das Ende der Ordnung und die absolute Macht für wenige bedeuten könnte. Mit Slant setzt Bear den Vorgängerroman Queen of Angels fort -- sogar drei bekannte Charaktere, Mary Choy, Martin Bourge und die AI Jill tauchen in Slant wieder auf. Das wesentlich verwirrendere und schwerer zu lesende Queen of Angels ist für das Verständnis von Slant jedoch nicht nötig. Bear beweist mit Slant wieder einmal, wie weit er seine Zukunftsvisionen in seine sozialen und psychischen Beschreibungen einprägen kann, ohne die Handlung dadurch zu ersticken. Seine Ideen sind faszinierend, plausibel und sorgfältig entwickelt, die Charaktere in ihrer Lebenssituation schmerzhaft verständlich. Immer wieder fordert Bear zum Eintreten auf, knallt einem dann schwungvoll die Tür vor der Nase zu, nur um kurz darauf wieder alle Tore zu öffnen. Der Zickzackkurs seiner Geschichte mündet ins geradlinige Finale und konfrontiert den Leser mit einer schon in Blood Music entworfenen Vorstellung von Intelligenz, die unser individuelles Denken weit übersteigt. Slant fesselt -- nicht zuletzt dank der guten Übersetzung. Bear versteht es seiner Vorstellung der Zukunft Leben einzuhauchen und lädt den Leser ein, sie mit seinen Augen zu betrachten. Science Fiction -- vielleicht sogar mehr. --Wolfgang Tress