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Kreuzzüge

Kreuzzüge

Autor:
Verlag: Bastei Lübbe
Sprache: Deutsch
Genre: Science Fiction
Erschienen: 2002

MNB Bewertung: (0/5)
ISBN: 9783404242955
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Inhalt
Im Jahr 2891 hat die Menschheit das All erobert und dabei ihr unterlegene außerirdische Rassen entdeckt. Christentum, Islam und Kommunismus haben sich als rigide Gesellschaftssysteme etabliert und jedes System exportiert eifrig seine Art der Zivilisation. Auf dem Planeten Randall ist ein blutiger Krieg entbrannt, denn die einheimischen Spezies, die sich aus drei sehr unterschiedlichen Rassen zusammensetzen, wehren sich gegen das christliche Expeditionscorps. Wegen der Kämpfe ist die zivilisatorische Einstufung noch nicht erfolgt. Aber die Zeit drängt, denn sollte die Kirche ihre Tempelritter ausschicken, wird ein Völkermord stattfinden. Als sich die Wissenschaftlerin Clio auf den für Frauen gesperrten Planeten schmuggelt, wird sie zusammen mit dem Xenisten Bruder Hausklydd auf eine Expedition geschickt, um endlich Klarheit über die Randallaner zu erlangen. Ihre Entdeckungen sind faszinierend und verändern eine ganze Zivilisation. Die Romane des Amerikaners John Barnes zeichnen sich meistens durch eigenwillige Ideen aus, wie der SF-Thriller Mutter der Stürme oder die zauberhafte Fantasy Der Wein der Götter durchaus bewiesen haben. Kreuzzüge aus dem Jahre 1988 ist sein zweiter Roman. In Gestalt einer teilweise recht harten Mischung aus Kriegs- und Entwicklungsroman erzählt er, wie eine -- vom Autor hervorragend realisierte und durchweg exotische -- eigenständige Kultur durch fremden Einfluss völlig verändert wird. Dabei nimmt seine Darstellung einer bekehrungswütigen, dabei aber zynisch-pragmatischen Kirche manchmal schon satirische Züge an, nicht zuletzt deshalb, weil seine Protagonisten Hausklydd und Clio keine geifernden Fanatiker sind, sondern eigentlich ganz vernünftige Menschen, mit denen man sich identifizieren kann. Der letztlich sehr düstere Roman hat einige Schwächen; Barnes führt nicht alle Handlungsstränge zu einem zufrieden stellenden Ende, manche Ideen sind auch von der Zeit überholt worden. Dennoch ist das ein spannender SF-Roman, der sich nicht scheut, kontroverse Themen anzupacken und auf intelligente Weise darzustellen. --Andreas Decker